Schüleraustausch
Wir versuchen an der Lender, so vielen Interessierten wie möglich, die jeweiligen Programme anzubieten. Es gilt, dass die Teilnahme an einem Programm nicht automatisch die Nichtberücksichtigung bei einem anderen Programm bedeutet. Man kann sich also gern auch für mehrere Programme bewerben.
Wir behalten uns bei der Einteilung der Bewerber aber vor, verschiedene Kriterien zu berücksichtigen, z.B. Gesamtzahl der Bewerber, Einteilung nach Lerngruppe oder Klassenstufe, Zahl der bereits besuchten Projekte usw. Die endgültige Einteilung und Verantwortung liegt beim jeweils betreuenden Lehrer.
Wir bitten die Schülerinnen und Schüler, mit ihren Eltern rechtzeitig zu besprechen, welche Programme in welcher Klassenstufe in Betracht kommen. Je mehr Programme man für möglich hält und sich bewirbt, desto eher steigt die Wahrscheinlichkeit zur Teilnahme an einem Projekt. Ein Recht zur Teilnahme können wir leider nicht einräumen.
Die Möglichkeiten für Fahrten & Austausche im Überblick
- Englandfahrt
Für das Auslosungsverfahren können sich alle Schüler der Klassen 10 des Allgemeinbildenden Gymnasiums und 11 der Beruflichen Gymnasien bewerben.
- Frankreich-Austausch mit Besançon
Unsere Partnerschule, die für die Jüngsten an unserer Schule die ersten Kontakte ermöglicht, ist das Collège Notre Dame – Saint Jean in Besançon. Diese schöne Stadt im Jura, die von der berühmten Citadelle überragt wird und deren Stadtzentrum sich auf einem Felsen befindet, welcher vom Doubs umflossen wird, hat einen eigenen Charme. Sie ist zwar Universitätsstadt und Verwaltungszentrum der Region Franche-Comté, dennoch strahlt sie eine eindrucksvolle Ruhe aus. Ein Spaziergang auf die Citadelle oder am Fluss entlang – beide prägen das Stadtbild nachhaltig – können dies bestätigen. So können erste Kontakte unserer Schüler mit Frankreich in einer typisch französischen Region gemacht werden, deren Einwohner das „savoir-vivre“ noch kennen. Ein weiteres Plus ist die Nähe zur Schweiz und zu Deutschland, was in den Schulen dieser Gegend viele Deutsch-Lerner mit sich bringt.
Bereits in der sechsten Klasse (Französisch als erste Fremdsprache) werden über unsere Französisch-Lehrer mittels Briefen die ersten Kontakte geknüpft. In diesen Briefen stellen sich die Deutschen und die Franzosen gegenseitig vor, beschreiben ihre Familie, ihren Wohnort und ihren Alltag. In der sechsten Klasse findet das erste Treffen in Sasbach statt. Eine Gruppe von 15 bis 35 Kindern reist im Dezember jedes Jahr an die Lender. Höhepunkt bei uns ist die gemeinsame Fahrt nach Karlsruhe ins ZKM und zum Weihnachtsmarkt.
In der siebten Klasse ist dann der Gegenbesuch in Besançon. Das Besondere dort ist, dass es in und um Besançon viel zu entdecken gibt, z.B. eine Bootsfahrt, die Citadelle, das Schokoladenmuseum, ein Hochseilgarten, Tropfsteinhöhlen, MTB-Tour etc. Diese gemeinsamen Aktivitäten sorgen dafür, dass die Schüler beider Länder sich gut kennen lernen. Die restlichen Tage werden in der französischen Familie und an der Schule verbracht. Bei uns werden von den Franzosen kleinere Ausflüge durchgeführt, z.B. eine Stadtrallye durch Achern oder ein Besuch im Europapark.
In der achten Klasse werden die Kontakte durch einen nochmaligen Austausch auf privater Ebene gestärkt. Einzelne Schüler haben in der Vergangenheit die Möglichkeit genutzt, mehrwöchige Aufenthalte (2-3 Wochen) in den Partnerfamilien und -schulen zu verbringen. Weitere Projekte wie Berufspraktika und „Compassion“ sind möglich.
Nach den beiden Besuchen freut es die betreuenden Lehrer immer, wenn sie hören, dass die Kontakte nicht abbrechen, sondern dass schon viele lange andauernde Freundschaften entstanden sind.
- Frankreich-Austausch mit Dreux
Mit dem Schuljahr 2022/23 haben wir für interessierte Schüler der Mittel- und Oberstufe der Beruflichen Gymnasien und auch des Allgemeinbildenden Gymnasiums eine neue Partnerschule finden können. Es ist das Lycée Rotrou in der Kleinstadt Dreux.
Dreux ist 60 Kilometer von der Hauptstadt Paris entfernt. Durch die TGV-Verbindung über Paris sitzt man insgesamt bei dieser Reise nur drei Stunden im Zug. Auch wenn, wie in ganz Frankreich eine Abnahme der Deutsch-Lernenden zu verzeichnen ist, hat die dortige Kollegin Audrey Saliou eine kleine und interessierte Gruppe um sich und wir hoffen, dieses Projekt in den nächsten Jahren ausbauen zu können.
Dreux teilt das Schicksal vieler Kleinstädte in der Nähe von Paris: einige ehemalige große Firmen haben geschlossen, gleichzeitig ist die Gegend aufgrund der guten Erreichbarkeit der Hauptstadt eine beliebte Wohngegend. So müssen viele Menschen dort größere Strecken zur Arbeit zurücklegen, was aber durch den Bahnhof und die guten Verbindungen in alle Richtungen kein Problem scheint. In der Umgebung von Dreux hat die Landwirtschaft einen enormen Aufschwung erlebt, man sieht riesige Felder mit Mais, Raps und Getreide, was einen oft an die Ortenau denken lässt.
Mit dem Bummelzug erreicht man Paris in nicht ganz einer Stunde. So gehörte bei unserem ersten Austausch natürlich ein Tag in der französischen Hauptstadt zum Pflichtprogramm. Aber auch die Umgebung hat einiges zu bieten, was die französischen Gastgeber oft am Wochenende mit den deutschen Partner besichtigen: Versailles und Chartres sind beide mit Zug und Auto in einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Das weltbekannte Schloss in Versailles mit seinem riesigen Garten ist wirklich eine Reise wert.
Wir freuen uns auf weitere Jahre mit Dreux ! A bientôt !
- Frankreich-Austausch mit Paris
Für die Mittelstufe ist seit vielen Jahren das Collège Notre Dame de la Gare in Paris eine Partnerschule. In der Regel fahren unsere Schülerinnen und Schüler in der achten Klasse nach Paris und sind dort bei den Jugendlichen einer 4e untergebracht. Besuch und Gegenbesuch finden meist im Herbst und Frühjahr statt. In Paris gibt es viel zu entdecken. Meist stehen die bekannten Attraktionen auf dem Ausflugsplan: der Eiffelturm, der Louvre, Notre-Dame, Montmartre mit Sacré-Coeur. Aber auch der Parc de la Villette oder Versailles wurden in den letzten Jahren anvisiert. Aus Paris kehrt niemand ohne vielfältige Eindrücke zurück. Eindrucksvoll ist auch hier der Schulalltag der Franzosen, der fast an jedem Tag Nachmittagsunterricht bis 17 Uhr vorsieht. Die Zeit außerhalb der Touren in die Stadt und der Schule wird in den Familien verbracht. Dabei ist Paris im TGV bequem in zwei Stunden von Straßburg aus zu erreichen. Aus organisatorischen Gründen wird dieser Austausch künftig im Zweijahresrhythmus stattfinden.
Für Interessierte hier der Link zur französischen Schule: https://www.lasallendgsja.com/
- Barcelona-Fahrt
Für das Auslosungsverfahren können sich alle Schüler der Klassen J1 der Beruflichen Gymnasien bewerben, die im 2. Lernjahr Spanisch sind.
- USA-Austausch
Für das Auslosungsverfahren können sich alle Schüler der Klassen 10 des Allgemeinbildenden Gymnasiums und 11 der Beruflichen Gymnasien bewerben.
- Weitere Schulpartnerschaften
- Lyzeum Ozimek in Polen
- Leyada Gymnasium Jerusalem in Israel
Mit diesen Schulen finden momentan im Zweijahresrhythmus Austauschangebote statt. Dabei geht es weniger um den Spracherwerb des jeweiligen Landes, sondern um verschiedene Projekte, die der Verständigung zwischen den Ländern dienen. An diesen Projekten können alle ab der 8. Klasse teilnehmen.




