Große Feuerwehr-Übung in der Lender

2025 04 Lender Gymnasium Schulleben Feuerwehr Übung (1)
Wenn das Schulgebäude des Lender-Gymnasiums von Kommandant Swen Broß in Sachen Brandschutz die Note „sehr gut“ erhält, dann muss diese Bewertung aus der Sicht eines Fachmanns ganz besondere Gründe haben. Diese haben sich bei einer groß angelegten Übung der Sasbacher Feuerwehr in Kooperation mit den Wehren aus Lauf und Sasbachwalden sowie der DRK-Bereitschaft Sasbach sehr gut bewährt, nachdem die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg fortlaufend sehr viel Geld in das Lender-Gymnasium investierte, um in allen Gebäude auf dem weitläufigen Campus einen sehr guten vorbeugenden Brandschutz bereitzustellen. Davon konnten sich die Feuerwehrleute bei ihrer Übung überzeugen, als um 16 Uhr Rauch im östlichen Teil des Schulgebäude sichtbar wurde, der Brandmelder Alarm auslöste und zur Evakuierung der Schule aufforderte. Wenig später rückten die Fahrzeuge der Sasbacher Wehr und die angeforderten Einsatzkräfte der Nachbarwehren an, die rings um das Schulgebäude in Stellung gingen. Derweil hatte der Kommandant einen Sicherheitskasten geöffnet, sah dort die Platzierung des Melders und entnahm sich dann die entsprechende Laufkarte mit Wege- und Raumplänen.
Hätte die Übung an einem normalen Schultag stattgefunden, dann hätten etwa 1.500 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter evakuiert werden müssen und sich nach den in den Klassenzimmern definierten Rettungswegen an die ausgewiesenen Sammelplätze begeben müssen. Nähere Auskünfte erteilte der Technische Mitarbeiter Manfred Weber, der auch ein aktiver Feuerwehrmann ist und im Fall der Fälle einen ganz kurzen Draht zum Führungsteam hat. Vor Ort war auch Bürgermeisterin Dijana Opitz (CDU), die sich sehr genau über die feuerwehrtechnischen Abläufe und über den Brandschutz informierte, zumal die Gemeinde einige Gebäude und zwei Schulen hat. Thematisiert wurde auch das Problem der Löschwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz im Bereich Friedhof- und Lenderstraße. Im Einsatz war auch das DRK mit Bereitschaftsleiter Kai Gessler, das vier Verletzte versorgte und einen Feuerwehrmann „reanimiert“, der in der Heizzentrale „kollabierte“.
Die Übungsannahme war, dass sich in der Zentrale der Hackschnitzelheizung ein Brand entwickelte und Rauch in die darüber liegenden Stockwerke mit den Klassen- und Fachräumen zog. Dies wurde auch simuliert und kaum hatte sich der Rauch ausgebreitet, da sorgten Sensoren dafür, dass sich die Brandschutztüren im betroffenen Bereich automatisch geschlossen haben. Der Brandschutz wurde so gelöst, dass es in den Quer- und Längsgängen jeweils Brandschutztüren gibt, sodass im Ernstfall Abschnitte gebildet und Schüler und Lehrer sicher über die rauchfreien Rettungswege in Freie geleitet werden können. Weiter gibt es einen zweiten, internen Rettungsweg entlang der Fensterseiten des Hauptgebäudes, denn Türen ermöglichen von einem in das nächste Klassenzimmer zu gelangen. Dieses Prinzip wurde von Kommandant Broß ausführlich dargelegt und gelobt, sodass über die abgeriegelten Gänge und Treppenhäuser eine Evakuierung möglich ist. Angesprochen wurde, dass bei einer so großen Zahl an Personen, die mit den Einrichtungen Sekretariat, Tagesheim, Küche, Bibliothek und Montessori-Schule in Richtung 2.000 geht, deren exakte Feststellung im Brandfall einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Dies wird zu Beginn des neuen Schuljahres geübt, so dass alle im Lender-Gymnasium mit den Abläufen vertraut sein müssten.
Text & Fotos: Roland Spether