Die erste LenderConnect war ein voller Erfolg

2025 06 Lender Gymnasium Wi Lender Connect (03)
Die Werbeslogans der Aussteller bei der Berufs- und Studienmesse „LenderConnect“ übertrafen sich gegenseitig: „Du hast die Power, wir haben die Energie“, „Amtlich was bewegen in the Länd“, „Mach was wirklich zählt! Geh zur Bundeswehr“. Ob diese und andere originelle Slogans wie „Für jedes tierische Talent den richtigen Job“ tatsächlich die jugendliche Zielgruppe der künftigen Berufs- und Studienanfänger trafen, ließ sich nur vermuten und vielleicht an den „Schülertrauben“ an verschiedenen Infoständen ablesen. „Wir verzeichnen aktuell ein zunehmendes Interesse von Jugendlichen an der Bundesweher“, meinte Stabsfeldwebel Daniel Kupfer, dessen Stand permanent von interessierten Mädchen und Jungen umringt war. „Die Bundeswehr bietet eben auch attraktive Ausbildungen und Studiengänge“, so Kupfer.
Die Premiere „LenderConnect“ am Lender-Gymnasium war ein voller Erfolg, denn die Fachschaft Wirtschaft um die Initiatoren Wolfram Ehmann und Dr. Cornelia Lehmann-Waffenschmidt konnten über 50 Unternehmen, Betriebe und Dienstleister aus der Region gewinnen und die Resonanz unter den Jugendlichen war enorm. „Wir werden das jetzt jährlich veranstalten“, meinte Schulleiter Marco Cataldo der sich begeistert und dankbar angesichts des tollen Erfolgs zeigte. Das Kultusministerium schreibe den Schulen vor, mindestens eine Bildungspartnerschaft mit einem Unternehmen einzugehen, um die Schüler auf die Berufs- und Studienwelt vorzubereiten. „Wir haben mit LenderConnect gleich 50 Bildungspartnerschaften geschlossen“, betonte der Schulleiter, der sich darüber umso mehr freute, weil die Premiere im 150. Jubiläumsjahr der Lender stattfand.
Mit der LenderConnect soll eine Verbindung zwischen Schülern und Schule mit der Berufs-, Arbeits- und Studienwelt hergestellt werden, so Wolfram Ehmann. „Wir haben schon lange mit der Idee gespielt, das Thema berufliche Orientierung in das Allgemeinbildende- und Berufliche Gymnasium der Lender einzubringen.“ Dies deshalb, weil die Zeit nach der Schule und die Wahl von Beruf und Studium für die Jugendlichen nicht einfach sei und sie bei der Vielzahl an Möglichkeiten leicht den Überblick verlieren. „Früher studierte jemand Betriebswirtschaftslehre, Maschinenbau oder Jura und heute hat jeder dieser Studiengänge noch zahlreiche spezielle Fachbereiche“, so Ehmann. Auch die Unternehmen würden immer wieder neue Ausbildungs- und Studiengänge anbieten, die an den sich stetig verändernden Markt- und Wirtschaftsbedingungen orientieren. Die alles mache die richtige Wahl nach der Schulzeit nicht einfach, so dass eine Berufs- und Studienmesse mit einem breit gefächerten Angebot aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales, Handel, Industrie und Handwerk sowie Dienstleistungen und Öffentliche Einrichtungen eine Orientierung geben können.
„Es gibt kein zu früh bei der beruflichen Orientierung“, meinte der Ausbildungsleiter vom Landratsamt, Bastian Oswald, als er mit Mia Hähnel besondere auch über das Duale Studium „Sozial Arbeit“ sprach. Die Schülerin hat zwar noch etwas Zeit bis zum Abitur, doch für sie war es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Beruf und Studium auseinanderzusetzen. Dass bei der LenderConnect auch Berufe vorgestellt wurden, die wie der Beruf des Heilerziehungspflegers eher unbekannt sind, war am Stand der Diakonie Kork zu sehen. „Wir arbeiten mit Menschen mit Behinderung“, meinte Denis Arnold, der die Präsenz bei solchen Berufs- und Studienmessen als sehr wichtig ansah.
Text: Roland Spether
Fotos: Roland Spether & Dr. Cornelia Lehmann-Waffenschmidt