Religion

Die Schule trägt wesentlich zur Entfaltung einer freien und eigenverantwortlich handelnden Person bei. Dazu gehört neben den fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten auch, sich des Zusammenhangs von Wissen und Werten und der Bedeutung eigener Entscheidungen bewusst zu sein – im persönlichen Leben, in Politik und Gesellschaft und auch in religiösen Fragen. Religiöse Themen werden zwar auch in Fächern wie Deutsch, Geschichte, Politik, Kunst oder Musik behandelt, eine kontinuierliche und systematische Beschäftigung mit religiösen Fragen und Inhalten erfordert jedoch ein eigenständiges Unterrichtsfach, das von speziell dafür ausgebildeten Lehrkräften erteilt wird.

  • Der Religionsunterricht wird in allen Klassenstufen 2-stündig erteilt. Er reflektiert das Leben unter dem Aspekt der christlichen Tradition und den Anforderungen der modernen Zeit. Deshalb sind die Themen so bunt wie das Leben und so interessant wie die menschlichen Fragen und Sorgen.
    • In den Religionsstunden lesen und interpretieren wir die biblischen Texte und bringen sie in Kontakt mit den konkreten Problemen unserer Gegenwart.
    • Wir beschäftigen uns unter anderem mit dem Themenfeld „Soziale Gerechtigkeit“, von der Sozialkritik des Propheten Amos bis hin zum kritischen Hinterfragen unseres Konsumverhaltens. Wir setzen uns mit der Identitätsfindung von Suchtgefahren in der Pubertät bis hin zur der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinander.
    • An der Lender gibt es vielfältige Formen, das religiöse Profil zu leben und zu gestalten.
  • Morgenimpuls: Jeder Tag beginnt mit einer Morgenbesinnung, die mit unterschiedlichen Texten gestaltet werden kann: Durch Texte, die die Schüler eigenständig mitbringen, durch ein liebevoll gestaltetes Besinnungsbuch, durch Geschichten und Meditationen aus der Literatur oder dem Angebot, das der Schulseelsorger Gabriel Breite für jeden Schultag des Jahres in einer eindrucksvollen Sammlung vorlegt.
  • Gottesdienste: Mindestens 30 Gottesdienste werden in der Lender übers Jahr verteilt gefeiert, wenn man sie über die verschiedenen Klassenstufen zusammenrechnet. Wie ein Netz legt sich das Kirchenjahr mit seinen Festen über das Schuljahr und nimmt uns mit in seinen Rhythmus. Der Gottesdienst ist eine verpflichtende Veranstaltung, in der wir Schulgemeinschaft erleben und die Möglichkeit haben, den Alltag zu unterbrechen und zur Stille zu kommen. Die Gottesdienste sind voller Musik, Schülerbeiträgen, Besinnung, Gebeten und Geschichten aus der Bibel.
  • Frühschichten: Während der Fastenzeit und der Adventszeit werden im Meditationsraum oder in der Heimkirche kleine Andachten vor Schulbeginn angeboten. Um 7.00 Uhr treffen sich Schülerinnen und Schüler, die diese Zeit besonders geistlich vertiefen wollen. Anschließend kann man im Emmaustreff noch zusammen frühstücken und so gestärkt den Unterricht antreten.
  • Meditationsraum: Im Herzen der Schule gibt es einen Raum der Stille, der zur Ruhe und zur Besinnung einlädt. Er wird bewusst betreten, indem man die Schuhe auszieht und dann über die Schwelle tritt. Stillwerden & Zuhören können sind die großen Herausforderungen unserer hektischen und lauten Welt. Deshalb tut uns dieser Raum gut. Er hilft uns, uns selbst wahrzunehmen und frei zu sein für eine Begegnung mit Gott. Im Religionsunterricht werden immer wieder Angebote zur Meditation gemacht.
  • Bibeltag: Ein besonderes Angebot im Religionsunterricht ist der alljährliche Bibeltag, der am Lendertag für die 5. Klassen veranstaltet wird. Er soll die neuen Schüler an die Hand nehmen und sie in die religiösen Orte und Veranstaltungen unserer Schule einzuführen. Alles beginnt mit der Betrachtung eines Bibeltextes (Exodus 3 – Der brennende Dornbusch) im Klassenzimmer. Anschließend macht sich die Klasse auf den Weg zu 3 Stationen:
    • Station 1 im Meditationsraum mit Stilleübungen
    • Station 2 in der Heimkirche – Kirchenraum erkunden,
    • Station 3 im Studio L – Eine Reise durch den Gottesdienst (Liturgie)
    • Zum Schluss treffen sich alle in der Heimkirche zu einem kleinen gemeinsamen Gottesdienst.
  • Sternsingeraktion: Am Mittwoch in der ersten Schulwoche des neuen Jahres wird ein Sternsinger-Gottesdienst gefeiert mit den 5. & 6. Klassen. Diese beteiligen sich aktiv am Gottesdienst und ziehen anschließend durch das Schulhaus, um für ihr Anliegen zu sammeln. So werden die Themen der Sternsingeraktion in die Schulgemeinde getragen.
  • Sankt Martin: Am Martinstag lassen die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien für die 5. Klassen die große Tat der Nächstenliebe lebendig werden. Mit Liedern, Laternen, Martinsfeuer und echtem Pferd, das über den Campus reitet, hören sie dann in der Heimkirche die Geschichte vom geteilten Mantel. Anschließend wird das Teilen bei einer Martinsbrezel praktiziert.
  • Tage der Orientierung: Quality Time ist ein Angebot der Schulseelsorge und der Fachschaft Religion für die Klassen 10 des AG & 11 des BG.
    • Wir unterbrechen den Schulalltag und begeben uns für 2 Tage nach Neusatzeck ins Mutterhaus der Dominikanerinnen, wo wir übernachten und verpflegt werden. Wir machen dort keinen Schulunterricht. Es geht um Entschleunigung, Erfahrung der Stille und um Wahrnehmung!
    • Zeit zum Durchschnaufen, Innehalten und Nachdenken
      Zeit für Stille und Meditation in Bewegung
      Zeit für eigenes Erleben in der Natur,
      Zeit für Deine persönlichen und religiösen Fragen,
      Zeit für Dich und für Gott!
  • Gesellschaftliche und politische Themen: Einzelne Schüler mit ihren Lehrern oder einzelne Lerngruppen engagieren sich in verschiedenen Projekten, die von der Religionsfachschaft mit getragen werden.
    • Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem Weltladen El Mundo. Die Anliegen der Verantwortung für eine gerechtere Welt wird durch Schüler, Aktionen und überregionale Seminare unterstützt.
    • Der Schüleraustausch mit Polen und mit Israel wird von Lehrern und Schülern aus dem Religionsbereich maßgeblich verantwortet und getragen.
    • Eine Religionsgruppe gestaltet den jährlichen Holocaustgedenktag im Januar und beteiligt sich an dem weltweiten Bemühen „Gegen das Vergessen“. Hier lernen Schülerinnen und Schüler, sich in die Perspektive der Opfer hineinzudenken und sich gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu artikulieren.