Hauptpreis für Streichorchester bei Händel-Festspielen

2025 Lender Gymnasium Musik Streichorchester mit solistin Solveigh Sonntag (1)

Wie die Lender in ihrem 150. Jubiläumsjahr klingt und dabei einen Bogen von der Moderne zum Barock spannt, zeigt sich an zwei Orchestern. Denn das Streichorchester unter Leitung von Ulrich Noss hat vor wenigen Tagen beim Händel-Jugendpreis in Karlsruhe sehr erfolgreich teilgenommen, denn die jungen Musiktalente kehrten mit einem dritten Hauptpreis nach Sasbach zurück. Höchst erfreulich für das „Musik-Gymnasium Lender“ ist es auch, dass in diesem Schuljahr noch eine weitere Teilnahme an einem renommierten Wettbewerb folgen wird. Denn das Sinfonieorchester der Lender mit seinem Leiter Ulrich Noss wurde von einer Jury für den bundesweit ausgeschriebenen Deutschen Jugendorchesterpreis (JOP) 2024/2025 nominiert. Die Nominierung beinhaltet auch ein kostenloses Coaching der Orchestermitglieder, was dem Ganzen noch eine besondere Note verleihen wird.

Der musikalische Höhepunkt dieses Wettbewerbes wird das Konzert am 4. April, um 19.30 Uhr, in der neuen Aula sein, bei dem auch Juroren des Orchesterpreises nach Sasbach kommen und ganz genau zuhören und zuschauen werden. Denn dann werden sie nur famose Musik talentierter Schüler genießen können, sondern ein Musiktheater mit Spielszenen, die ein Projektteam von Schülern selbst konzipiert, komponierte und inszeniert. Dabei wird der Schulgründer Franz Xaver Lender im Mittelpunkt stehen und vielleicht erfahren die Gäste dann auch, ob Lender vor 150 Jahren mit seinen ersten Schülern auch kräftig gesungen hat und ob er gar selbst ein Instrument spielen konnte. Wie dem auch sei, dieses öffentliche Konzert wird eines der kulturellen Höhepunkte im Lenderjahr 2025, zu dem die Bevölkerung – wie zu allen anderen – herzlich eingeladen ist.
Das neue Jahr begann für das Streichorchester mit „Händel-Festspielen“, denn beim Jugendwettbewerb 2025 der Händel-Gesellschaft Karlsruhe wurde dem Lender-Orchester als einzigem Schulorchester ein Hauptpreis zuerkannt. Es mussten Werke des Barockzeitalters (1620 -1750) präsentiert werden, darunter sollte eine Komposition von Georg Friedrich Händel sein. Fein gespielt wurde das Concerto grosso op.6, Nr.8 in g-moll („Weihnachtskonzert“) von Arcangelo Corelli (1653-1713). Einen wesentlichen Part zum guten Gelingen spielten die Solisten Solveig Sonntag und Hendrik Münchenberg (Violinen), Felia Conrad (Cello) und Nick Wlasow (Cembaolo). Das zweite Werk war von Johann Sebastian Bach (1685-1750) das Violinkonzert für Violine, Streicher und Continuo in g-moll mit der Solistin Solveig Sonntag.
Der in Deutschland einmalige Händel-Jugendpreis wird seit 1995 für Schüler, Studenten und Ensembles von Schulen und Musikschulen in Baden-Württemberg ausgeschrieben, er widmet sich ganz dem Werk des großen Barock-Komponisten und der künstlerischen Förderung junger Talente auch aus dem Nachbarland Frankreich.
Text & Fotos: Roland Spether