Lender musiziert im Januar 2025

2025 01 Lender Gymnasium Musik Lender musiziert (11)

Dass sich unter die Komponisten für die „Lender-Hymne“ für das 150. Schuljubiläum auch die Künstliche Intelligenz (KI) mische, coole Pausen-Jingles produzierte und über Schüler der Kursstufe einen eigenen Beitrag einreichte, warf die Sechstklässler vom Musikzug 6 b/c nicht aus der Bahn. „Wir hatten uns in Gruppen aufgeteilt, jede komponierte eine Hymne und dann haben wir alle zusammengelegt und eine Hymne daraus gemacht“, berichtete Mia Meier. Gerade hatte sie mit ihrem Musikzug (Leiter Ulrich Noss) die Bühne verlassen, nachdem sie mit Rebeca Männle, Laila Huber und Viktoria Nickelwardt im Quartett die Hymne gesungen hatte. „Franz Xaver Lender gründete die Lender, früher wars ein Internat, heute ist sie so richtig smart“, so der Refrain. Melodisch war das Stück ein richtiger Ohrwurm, die Schüler ließen die Lenderschul“ als „Zusammenhalt von Jung und Alt hochleben und beendeten mit einem fröhlichen Hurra“ ihr Werk, denn hier „lässt keiner keinen allein“.

Die vielen Besucher durften am „Musik-Gymnasium Lender“ ein Konzert mit einem doppelten Genuss erleben. Denn neben dem klassischen „Apéritif Culturel“ mit Kostproben aus dem anspruchsvollen Musik-Abitur von Solveig Sonntag (Violine), Theresa Quast (Posaune) und Janik Wang (Klavier) wurde der „Lender musiziert Preis“ ausgelobt, der ein Wettbewerb um die beste Lender-Hymne der Marke „von Schülern selbst gemacht“ war. Den Preis in Höhe von 10.000 Euro stiftete der Altsasbacher Franz Alois Hermann, wobei das Geld den Preisträgern nicht direkt, sondern als „Kultur-Gutschein“ für den Besuch von Konzerten ausgezahlt wird.
Dass sich sechs Formationen mit eigenen Kompositionen der kritischen Fachjury mit Mathias Feigenbutz, Ellen Krämer und Nick Wlasow stellten, war der beste Beleg, dass es nichts Schöneres als selbst gemachte, ehrliche und originelle Musik gibt. „Ich hatte Großes erwartet, aber dass es so toll ist, überrascht mich jetzt doch“, meinte Schulleiter Marco Cataldo zur durchweg sehr guten Qualität. „Eine Hymne soll ergreifen, beschwingen und Gemeinsamkeit schaffen, das ist allen bestens gelungen.“ Der Schuleiter kann sich gut vorstellen, dass die Hymne bei Veranstaltungen oder Festen wie beim großen Jubiläum am 21. März erklingt. Doch die Schüler des Musikzuges 6 b/c, die einen 1. Preis in ihrer Altersstufe erhielten, haben noch einen anderen Plan. „Wir haben unsere Hymne so geschrieben, dass sie jeder leicht nachsingen kann.“ Dass eine Hymne in der heutigen Zeit „altbacken“ ist, konnten die Sechstklässler überhaupt nicht nachvollziehen. „Wir haben extra auch moderne Wörter wie smart verwendet und wir haben dazu auch Gesten wie Haus, Herz und Hände gemacht, das verstehen dann auch kleine Kindern.“ Solch pfiffigen Ideen, moderne Klangfarben und ausdrucksstarken Texten gab es bei allen Kompositionen, auch beim Musikprofil 8 (Leitung Ulrich Noss), der den ersten Preis in der Kategorie 8-11 Klasse erhielt. Einen Sonderpreis bekamen der Musikzug 10 (Leiter Jürgen Bruder) für das Werk „Heimschule Lender, da sind wir daheim“ sowie der Kurs von Stefan Nowak für die KI-generierten Jingles, während der Publikumspreis an den Musikzug 7c/e (Leiter Ulrich Noss) ging.
Text & Fotos: Roland Spether