Bildung! Da traf es sich gut, dass eine Gruppe von Sternsingern mitteilte, dass Franz Xaver Lender vor 150 Jahren eine Schule gründete, um Kinder und Jugendlichen Bildung und damit eine gute Zukunft zu ermöglichen. Deshalb erhielten die Lenderschüler auch einige Infos über den Schulgründer, der sogar mit 18 Jahren vom Gymnasium „flog“, weil er sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzte. Doch er konnte sein Abitur nachholen, wurde Priester und kam 1873 nach Sasbach, wo er 1875 die Lender gründete.
Die Sternsinger trugen auch ihre Bitten vor:
- Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Ich bin dankbar, dass ich für dieses Recht nicht kämpfen muss. Doch das ist nicht überall so. Darum stehe ich hier für alle Kinder, die keine Schule besuchen können.
- Jedes Kind hat das Recht auf ein sicheres Zuhause. Ich bin dankbar, dass ich für dieses Recht nicht kämpfen muss. Doch das ist nicht überall so. Darum stehe ich hier für alle Kinder, die kein Zuhause haben.
- Jedes Kind hat das Recht auf medizinische Hilfe. Ich bin dankbar, dass ich für dieses Recht nicht kämpfen muss. Doch das ist nicht überall so. Darum mache ich mich für Kinder stark, die keine Gesundheitsversorgung bekommen.
Dass es in der Heimkirche noch einmal so richtig weihnachtlich wurde, lag auch an den vielen tollen Musiker und Sängern, die mit viel Freude Lieder wie „Little Drummer Boy“, „Stern über Bethlehem“ oder „Kumbah yah“ darboten. Bevor die Lenderschüler mit „Walk in the light“ in den Unterricht verabschiedet wurden, wurden die Sternsinger und die Kreide gesegnet. Denn damit haben sie 20*C+M+B+25 an die Klassentüren geschrieben: „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.
Die Sternsinger baten auch ihre Mitschüler um Spenden, die an ein Rehabilitationsprogramm gehen für besonders vom Krieg betroffene Kinder in Drohobych/Ukraine im Alter von 4 bis 17 Jahren, deren Eltern verstorben sind, die in Gefangenschaft geraten sind oder als Soldaten am Krieg teilnehmen; Kinder in besonders schwierigen Lebenssituationen, mit Verhaltensauffälligkeiten, gesundheitlichen und psychischen Problemen aufgrund von kriegsbedingtem Stress. Zehn Mitarbeitende kümmern sich im Projekt um die Kinder.
Text & Fotos: Roland Spether








