Der 1978 erstmals in Australien durchgeführte Känguru-Wettbewerb ist inzwischen ein globales Phänomen. Denn die Zahlen sind beeindruckend: Mehr als 6 Millionen Schülerinnen und Schüler aus über 80 verschiedenen Ländern nehmen jedes Jahr am dritten Donnerstag im März daran teil. Allein in Brasilien, das Land mit den meisten Teilnehmenden, haben sich letztes Jahr über 1,3 Mio. Mathematikbegeisterte an den Aufgaben versucht. In Deutschland sind es jährlich über 12.600 Schulen mit circa 880.000 Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 3 bis 13, die sich der Herausforderung stellen.
Das Besondere an den Aufgaben ist, dass nicht klassisches Rechnen oder Rechenverfahren gefragt sind, sondern eher Knobel- und Logikaufgaben. Der Spaß am Rätseln und Ausprobieren soll im Vordergrund stehen. Doch auch der Wettbewerbscharakter kommt bei den Aufgaben zum Tragen. So werden pro Aufgabensatz eine solch große Anzahl an Aufgaben gestellt, dass es schwierig ist, alle in den 70 Minuten Bearbeitungszeit zu schaffen.
Am Lender-Gymnasium sind dieses Jahr knapp 70 Mathematikrätsel-Asse beim Känguru-Wettbewerb angetreten und erzielten zum Teil hervorragende Ergebnisse. Um einen Preis zu erhalten, muss man zu den besten 5% einer Altersstufe in Deutschland gehören, diese 5% wiederum werden im Verhältnis 1 : 2 : 3 für den 1., 2. und 3. Preis aufgeteilt. Beglückwünschen dürfen wir Hanna Meißner (5c, 1. Preis), Emma Bischofberger (5c, 2. Preis), Daniel Köninger (6b, 1. Preis), Jonathan Sackmann (6b, 2. Preis), Lena Maendlen (7c, 3. Preis) und Julian Abele (K1, 2. Preis). Besonders hervorzuheben ist Daniel Köninger, dem es gelungen ist, alle Aufgaben richtig zu beantworten.
Die Preisträgerinnen und Preisträger dürfen sich über eine Urkunde und Preise, wie zum Beispiel ein Carcassonne-Spiel, freuen. Die Preise sind in der Regel Brett- und Knobelspiele, bei denen logisches Denken erforderlich ist, um erfolgreich zu sein. Für die weiteren Teilnehmenden gab es ebenfalls eine Urkunde und eine „Rätsel-Raupe“.
Die Mathematik-Lehrkräfte freuen sich über die Teilnehmerzahl und die Ergebnisse in diesem mathematisch besonderen Jahr 2025, denn (20 + 25)² = 2025 und hoffen, dass sich auch nächstes Jahr wieder viele motivierte Schülerinnen und Schüler für den Wettbewerb finden werden.
Text & Foto: Andreas Herp
