566 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 9, 10, 11 und K1 bzw. JS1 des Allgemeinbildenden und Beruflichen Gymnasiums waren in der vergangenen Woche bei der Juniorwahl dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Klasse 9w1, die neben den Wahlhelfer*innen auch den Wahlvorstand stellte, zählte alle 511 abgegebenen Stimmzettel bereits am vergangenen Freitag aus (Wahlbeteiligung: 90,28%). Fast zeitgleich mit dem regulären Wahlergebnis der Bundestagswahl werden die Ergebnisse heute veröffentlicht.
Wie bei den regulär Wählenden konnte auch an der Lender Johannes Rothenberger von der CDU das Direktmandat im Wahlkreis 284 (Offenburg) erringen – wenn auch mit geringerem Anteil an den Erststimmen (Juniorwahl: 24,8%, Bundestagswahl: 33,6%) und im Wettbewerb mit einer anderen Partei (Juniorwahl: Amelie Vollmer von der Linken mit 21,2%, Bundestagswahl: Taras Maygutiak von der AfD mit 21,8%). Dirk Flacke von der SPD landete sowohl bei der Junior- als auch bei der Bundestagswahl auf dem dritten Platz, war bei der Juniorwahl aber nicht so abgeschlagen wie bei den Wahlberechtigten des Wahlkreises Offenburg (Juniorwahl: 19,2%, Bundestagswahl: 13,3%).
Das Zweitstimmenergebnis der Juniorwahl unterscheidet sich jedoch vom vorläufigen amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl: Stärkste Kraft an der Lender wird Die Linke, die 23,4% der abgegebenen Zweitstimmen auf sich vereinen kann. Dicht auf den Fersen ist ihr die CDU mit 20,8%. Auch die nächstplatzierte SPD (17%) trennen nur gute 6 Prozentpunkte von der Spitzenreiterin. Den vierten Platz teilen sich Grüne und AfD (jeweils 10,3%), was bei den Grünen dem Wahlergebnis bei der 2024 durchgeführten Juniorwahl zur Europawahl an der Lender ähnelt (damals: 10,5% der Stimmen). Das Wahlergebnis der AfD ist im Vergleich zur Juniorwahl zur Europawahl leicht rückläufig (damals: 11,1%) und steht in deutlichem Gegensatz zum vorläufigen amtlichen Endergebnis der regulären Bundestagswahl, bei dem die AfD mit 20,8% zweitstärkste Kraft wird. Mit einem Anteil von 5,5% an den an der Lender abgegebenen Zweitstimmen würde die FDP bei der Juniorwahl – im Gegensatz zur regulären Wahl (4,33%) – den Einzug ins Parlament schaffen. Das BSW hingegen scheitert auch an der Lender an der 5%-Hürde – wenn auch deutlicher als bei der regulären Wahl (Juniorwahl: 4%, Bundestagswahl: 4,97%). Von den sonstigen abgegebenen Zweitstimmen (insgesamt 8,7%) entfallen 12 Stimmen auf die PARTEI (2,4%) und 11 Stimmen auf Volt (2,2%).
Text: Hanna Krug
Fotos: Roland Spether
Quellen: Juniorwahl-Ergebnis der Heimschule Lender, vorläufiges amtliches Endergebnis der Bundestagswahl (online verfügbar unter: https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/index.shtml) und Wahlkreissieger*innen nach Wahlkreisen (online verfügbar unter: https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/wahlkreissieger-ohne-direktmandat-100.html, beide zuletzt geprüft am 24.02.2025).






