Es war für mich der beste Schultag in diesem Schuljahr, denn an diesem Tag, unserem Wandertag, gingen wir in den Zoo nach Karlsruhe. Nach der Zugfahrt in die zweitgrößte Stadt Badens waren wir gegen 9:00 Uhr endlich da. Begleitet von unserer Klassenlehrerin Frau Doll und unserem Klassenlehrer Herrn Sauer, machten wir uns auf den Weg durch den Zoo und sahen gleich einige Tiere, wie z.B. die Weißrüsselnasenbären oder die Kropfgazellen. Doch diese Spezies waren – trotz ihrer Schönheit – nicht unser Ziel, sondern das Gehege der Hyazinth-Aras. Denn dort sollten wir eine bekannte Person treffen, den ehemaligen Lenderschüler und Altsasbacher Herrn Reinschmidt.
Der Zoodirektor hatte sich extra etwas Zeit genommen, um uns in seinem Zoo zu begrüßen und unsere Fragen zu beantworten. Anschließend holte er noch den Hyazinth-Ara Henri aus dem Gehege und ich durfte dem größten Papagei der Welt eine Nuss geben, die Henri mühelos mit seinem scharfen und kräftigen Schnabel knackte. Nach diesem tollen Erlebnis bekamen wir noch eine Führung und durften einige Tiere mit vielen interessanten Fakten beobachten.
Anschließend durften wir noch selbständig den Zoo erkunden, um einige der 326 Tierarten im Zoo selbst zu beobachten. Highlights waren dabei das Exotenhaus mit seinem tropischen Klima und der tollen Fledermaushöhle sowie die Humboldt- und Magellan-Pinguine. Direkt nebenan gab es auch Seelöwen, Seehunde und Eisbären zu bestaunen. Ebenfalls toll waren die aktuell größten Raubkatzen des Zoos, die China-Leoparden. Auch ein seltenes Albino-Tier konnte man bestaunen: ein Bennett-Känguru. Zuckersüß waren auch die Zwergotter und die jungen Erdmännchen. Außerdem wurde vor nur wenigen Tagen ein Netzgiraffenjunges geboren, dieses bekamen wir aber nicht zu Gesicht.
Ein Schild werden Sie im zweitgrößten Zoo Baden-Württembergs aber wohl nie sehen: WIR HABEN LÖWEN UND TIGER! FRISCH GEHOLT AUS NEW YORK! – „Das Erste, um was es mir geht, ist das Tierwohl“, so versicherte uns Herr Reinschmidt im Gespräch. Der Zoo Karlsruhe verfolgt nämlich ein wirklich tierfreundliches Konzept. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass vor fast 2 Jahren, als die letzte Löwin starb, entschieden wurde, dass kein neues Raubtier angeschafft werden sollte, sondern einfach das Gehege der China-Leoparden vergrößert wurde. Ein tolles Konzept, das ich und Sie sicher auch sehr unterstützen!
Text: Carl Bindseil, 6a
Fotos: Julia Doll
Fotos: Julia Doll








